stripped

Sonntag, 18. Februar 2007

100000+

so der heutige mp3count meiner musikdatenbank. irgendwie seltsam, eine beruhigend wirkende zahl überwunden. obwohl ich mangels analoger statistiken nicht wirklich einschätzen kann, welche kategorie diese ziffer markiert. durchschnittssammlung, exzeptionelle kollektion, akustischgewordener wahnsinn? jedenfalls, alle genres sind vorhanden, musik jeglicher stimmungs-, wert- und preislage, für jede tages- und nachtzeit, für alles und jeden und keinen und den rest, einige wenige hörbücher dazu und -spiele, weitere rara und kuriosa. musiksucht, konstante meines lebens, digital genährt. radiorecordings, tauschtapes, plattenläden. napster, audiogalaxy, kazaa, soulseek, edk2, torrent. unzählige stunden verbracht und -gnügt mit rippen, suchen, taggen, cutten. nicht zuletzt und man höre - auch mit hören. zuhause zu jeglicher zeit falls möglich und wenn nicht mit lektüren kollidierend, unterwegs per player, am arbeitsplatz privilegiert. einzig wirkliches sedativum. vieles nur einmal gehört, vieles noch gar nicht, vieles viel zu oft. sollte der freigebige datenfluss einmal autoritär gestoppt werden, musikalische ressourcen für die nächsten äonen wären angesammelt. eine angst allerdings. wenn du stirbst hört auch die musik auf. vielleicht.

Samstag, 17. Februar 2007

samstäglich reflexive psyche

chemisch oder physisch oder kombiniert nach kunstregeln teil- oder totallobotomiert wäre ich sicherlich ein sehr viel nützlicheres element dieser gesellschaft. nützlicher, ergiebiger - und glücklicher. traurig, vermutlich träfe das auf viel zu viele zu. evolutionäre verschwendung im biologischen, großhirn als gesamttumor, gedanke als virus, gefühl als parasit. ein darübernachdenken gäbe sicherlich zu denken. ergo sinnbegriffe überdenken. marschroute: besänftigen betäuben deaktivieren. vorerst vielleicht und dann vielleicht final.

Montag, 12. Februar 2007

imperativ unkategorisch

Lebe jederzeit so, dass du kein Ressentiment ansammelst. Da werden Ethik und Diätetik eins.
[x]

ein gewisses talent das große gelassen auszusprechen kann man ihm sicherlich nicht absprechen. ressentimenthege -pflege & -überwindung, auch eines meiner lieblingsgeschäfte seit ehedem & seit nietzsche überhaupt. ressentiment is my middle name sozusagen. mustergültig natürlich, gegenüber den sonnenseitlingen des daseins, den besserverdienenden & wertdenkern, den kinderzeugern & familienfixierten, den brückenbauern & gesundmachern, den höherfliegenden & tieferschürfenden, unzählig zu nennen. dabei finde ich nichts widerlicher als die wahrnehmung von zügen distinkter sklavenmoral genau da wo ich sie wenigst ertragen kann, an mir. doch bekanntlich ist das heer der unsrigen ein großes, und die niederhaltung unser eines der haupt- und tagesgeschäfte aller - und hier schließt sich nietzsches kreis - macht- und mächtigenpolitik.

Dienstag, 6. Februar 2007

was bleibt,

wenn das substantielle schon einmal gesagt worden ist und alles andere nicht mehr interessiert? das schweigen oder die wiederholung. oder das schon einmal gesagte kann in einer neuen form gesagt werden. strenggenommen also ein akt der paradoxie, je nach beobachter und perspektive simultan zwischen alt und neu oszillierend. das mag gefallen, ähnlich dem sagen durch verschweigen, oder dem verschweigen trotz sagens. hier gibt es weder altes noch neues, für die die mich kennen. oder beides. oder nichts. mal sehen.

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